4. Mühle

Kulturwanderweg - 4 Mühle
Die im 11. Jahrhundert als „Bannmühle von Schirnsdorf“ erwähnte Mühle war Namensgeber für den Ort Mühlhausen. Sie bestand mit hoher Wahrscheinlichkeit schon länger. „Mulinhusun“: Häuser an der Mühle

Die Mühle war eine Bannmühle=Pflichtmühle. Die Bauern waren verpflichtet, hier ihr Getreide mahlen zu lassen.


Das Mühlenanwesen war Lehensgut der Fürstbischöfe zu Würzburg und später der Fürstbischöfe von Bamberg. Diese belehnten die Mühle an die Herren von Egloffstein zu Mühlhausen.

Die Dorfgemeinschaft war zur Hilfeleistung beim Wasserbau und bei Reparaturen verpflichtet.

Der Mühlteich diente den Einwohnern unter anderem als Sandgrube, Viehtränke, Pferdeschwemme und als Spielplatz für die Kinder. Frauen haben hier ihre Wäsche „gefleit“ (gewaschen).

Letzter Mühlhäuser Müller war Konrad Lebender, der 1965 verstarb. Der Mahlbetrieb wurde eingestellt.

Das alte, vom Hochwasser verrottete Mühlrad brach 1985 in sich zusammen.Der jetzige Besitzer kaufte das Anwesen 1981 und renovierte das Mühlrad und die Mühlengebäude. Das neue Mühlrad wurde nach dem alten Vorbild 1989 wieder in Betrieb genommen.

Die Mühle besitzt ein unterschlächtiges Stelzwasserrad (unterschlächtig = Wasser schlägt auf die Schaufeln des Rades).

Heute wird mit dem Mühlrad Strom erzeugt.


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