Arbeit für Generationen

Der 14. April 2005 kann als wichtiger Stichtag in unserer Marktgemeinde gesehen werden. Die Vorstandschaft der Dorferneuerung wurde ins Leben gerufen.

In seiner ersten Sitzung im Mai beschäftigte sich der Vorstand der Dorferneuerung mit den Bestimmungen rund um die Dorferneuerung. Dazu gehörte beispielsweise die Bestellung eines Wegebaumeisters, eines Pflanzmeisters, aber auch das eingehende Studium der Vorschriften zum Kassen- und Rechnungswesen.

Ende Juni fand die zweite Sitzung der Vorstandschaft statt. Und hier ging es schon an das Eingemachte. Die in der Vorbereitungsphase durch die vier Arbeitskreise ausgearbeitete Maßnahmenliste machte die Runde. Jede Maßnahme wurde einer eingehenden Betrachtung und Erörterung unterzogen. Als Ergebnis kann festgehalten werden: Alle in der Vorbereitungsphase beschlossenen Maßnahmen werden ohne Abstriche übernommen.

Allerdings ordnete die Vorstandschaft die einzelnen Maßnahmen in einem Vorentwurf nach Prioritäten. So stehen an erster Stelle Arbeiten rund um den Ortskern. Beispielsweise sollen die Badgasse, die Kleine Dorfstraße und der Marktplatz ein gefälligeres Aussehen erhalten.

Ganz vorne mit dabei steht auch die Schirnsdorfer Ortsdurchfahrt, die sich in einem untragbaren Zustand befindet. Die Arbeit der Vorstandschaft orientiert sich streng am vorgegebenen Maßnahmeplan. So soll in den nächsten Wochen der Vorentwurf mit dem Gemeinderat abgestimmt werden. Schließlich ist er es, der letzlich über die Umsetzung entscheidet. Im September geht der Vorentwurf an sämtliche Träger öffentlicher Belange. Dazu gehören beispielsweise das Landratsamt, Wasserwirtschaftsamt, die Telekom usw. Das heißt, der Dorferneuerung steht „ein langer Marsch" durch die Ämter bevor. Nach dem Durchlauf durch die Ämter geht der Entwurf mit den Anmerkungen der einzelnen Ämter zur Prüfung an die Dirketion für ländliche Entwicklung (DLE) in Ansbach. Hier werden die förderfähigen Maßnahmen festgestellt. Mit diesem Arbeitsschritt kann der Entwurf der Maßnahmen zur Dorferneuerung endgültig verabschiedet werden.

Die Gründung der Vorstandschaft der Dorferneuerung macht die bisherigen Arbeitskreise nicht überflüssig. Beispielsweise führen die Arbeitskreise „Wirtschaft" und „Bedürfnisse der Bevölkerung" ihre Arbeit fort.

Zudem ging aus den bisher vier Arbeitskreisen ein Kern-Arbeitskreis Dorferneuerung hervor. Dieser Arbeitskreis soll weiterhin das Gesamtprojekt Dorferneuerung begleiten.

Er ist ein wichtiger Ideengeber für die Vorstandschaft und wenn es sein muss, auch ein wenig Kontrolle. Dieser Kern-Arbeitskreis zeigte bereits Wirkung. In Eigeninitiative hat er begonnen, die Lutherhöhe wieder zu dem zu machen, was sie einmal war: ein beliebter Treffpunkt in Mühlhausen und ein Ort zum Verweilen und Entspannen.

Geplant ist, noch eine Tafel aufzustellen, die die Entstehung der Lutherhöhe beschreibt. Dieser Abriss zum jetzigen Stand der Dorferneuerung in Mühlhausen zeigt deutlich: Dorferneuerung ist keine kurzfristige Maßnahme, sondern auf lange Sicht angelegt. Hier werden Vorschläge erarbeitet und Maßnahmen durchgeführt die noch für Generationen nachwirken. Umso wichtiger ist für die Dorferneuerung der Rückhalt in der Bevölkerung.

Deshalb die Bitte: Besuchen Sie die einzelnen Sitzungen, helfen Sie bei den Aktionen mit. Ihr Dorf wird es Ihnen danken.